Teefreuden

Heute gibt es ausnahmsweise mal kein Rezept – stattdessen möchte ich euch gern eine meiner neusten kulinarischen Errungenschaften vorstellen: Tee von The Republic of Tea, der mir netterweise aus den USA mitgebracht worden ist. Normalerweise bin ich nicht so der Fan von U.S.-Produkten, mit solchen aus Latein- oder Südamerika kann man mich da schon eher zum Strahlen bringen 😉 Aber hier mache ich gern eine Ausnahme.

Bei den beiden Teesorten handelt es sich um “Coconut Cocoa” und “Almond Coconut Macaroon”. Sie werden in länglichen Dosen verkauft und enthalten einzelne kleine kreisrunde Filterbeutel, die man einfach in die Tasse legt und dann mit kochendem Wasser aufbrüht. Die Verpackung erinnert mich ein bisschen an meine Kaffeepad-Dose.

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Der Coconut Cocoa Tee schmeckt wahnsinnig toll. Allein schon der Duft der beim Aufgießen des Wassers durch die Küche strömt ist total aromatisch. Ich bin überhaupt kein großer Kokos-Freund, aber in dem Fall ist die Kokosnote einfach wahnsinnig lecker, überhaupt nicht künstlich und erinnert mich ein bisschen an Kokos-Chips, die man manchmal auf Jahrmärkten an diesen Ständen, wo man normalerweise gebrannte Mandeln kauft, bekommt.

Die Zutatenliste erklärt dann auch schnell, warum dieser Tee aus dem Einheitsbrei heraussticht: geröstetes Johannisbrot, Gerstenmalz, geröstete Zichorie, Datteln, natürliches Kokosnussaroma, Kakaopulver, natürliches Schokoladenaroma.

Hier ein paar Infos zu den eher ungewöhnlicheren Zutaten:

  • Als Johannisbrot (Ceratonia siliqua) wird die schotenartige Frucht des Johannisbrotbaums bezeichnet. Unter der harten Schale befindet sich ein süßes rötliches Fruchtfleisch, welches frisch (z.B. als Saft oder Sirup) oder aber, wie hier, getrocknet Verwendung findet. Der Geschmack erinnert ein bisschen an Kakao –  süß mit einer bitteren Note. Aus diesem Grund wird Johannisbrot auch verwendet, um eine Art Kaffeeersatz herzustellen. Ich kenne Johannisbrotkerne übrigens noch aus der Kindheit, da waren sie immer im Futter meines Meerschweinchens enthalten 🙂
  • Gemälzte Gerste kennt man wahrscheinlich am ehesten aus der Bierbrauerei, die Whisky-Liebhaber vielleicht eher aus der Whisky-Herstellung. Durch Einweichen des Getreides in Wasser erhöht sich die Keimaktivität. Es kommt zu einer verstärkten Enzymbildung wodurch dann die im Korn enthaltene Stärke in Malzzucker verwandelt wird. Auch hier ist ein weit verbreiteter Verwendungszweck ein Kaffeeersatz – der Malzkaffee!
  • Bei der gerösteten Zichorie handelt es sich nicht, wie man zunächst vielleicht vermuten könnte, um die getrockneten Blätter der Chicorée-Pflanze. Diese kennt man in Deutschland ja hauptsächlich aus ihrer Verwendung in Salaten oder als gedünstetes Gemüse. Stattdessen ist hier die Wurzelzichorie gemeint – eine ca. 25 cm lange Rübe. Ab dem 18. Jahrhundert wurde aus dieser in Deutschland verstärkt Ersatzkaffee hergestellt. Auch heute sind die Wurzeln noch in vielen Getreidekaffees enthalten.

Ihr seht schon die Parallelen dieser drei Zutaten – es ist eben alles andere als ein gewöhnlicher Tee. Die zweite Sorte war eher ein Experiment und ich kann sie leider nicht weiterempfehlen. “Almond Coconut Macaroon” klingt zwar irgendwie lecker, allerdings schmeckt das ganze dann leider doch nur wie ein ganz gewöhnlicher Rooibos-Tee mit ein bisschen Aroma, mehr Worte darüber will ich hier also gar nicht verlieren.

Die einzige Bezugsquelle für The Republic of Tea Produkte in Deutschland, die ich finden konnte, ist American Heritage. Der Coconut Cocoa Tee kostet dort 14,95 € und enthält 36 Portionen. Zum Vergleich: in den USA kostet eine Dose ca. 10 Dollar.

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