Whisky-Trüffel

Mein lieber Papa hat heute Geburtstag und bekommt einen Gutschein für ein Whisky-Tasting. Was könnte da also besser dazu passen als selbst gemacht Trüffel-Pralinen? Eben. 🙂

5trueffelfertigGeht leichter und auch wesentlich schneller als man vielleicht denkt, sieht hübsch aus und macht was her. Vor allem die Füllung ist in null Komma nichts zusammengerührt und die Kühlzeit kann man sehr gut für andere Dinge nutzen!

Zutaten (für 15-20 Stück):

  • 200 g Zartbitter-Schokolade (70 % Kakaoanteil)
  • 100 g Edelvollmilch-Schokolade (47 % Kakaoanteil)
  • 80 ml Whisky
  • 50 g Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 EL Puderzucker, fein gesiebt

Zubereitung:

Die Schokolade sehr fein hacken, damit sie schnell und gleichmäßig schmelzen kann. 100 g der Zartbitter-Schokolade zum Verzieren am Ende zunächst beiseite stellen. Für die Trüffelfüllung nun 100 g Zartbitter-Schokolade sowie die Edelvollmilch-Schokolade in einem Wasserbad langsam schmelzen, nicht überhitzen. Dann die warme Butter einrühren. Nun nach und nach zuerst den Whisky, dann den Vanillezucker sowie den Puderzucker dazugeben. Alles gut glatt rühren und abgedeckt für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. Ab und zu umrühren, die Masse sollte nicht zu fest werden, damit sie sich noch formen lässt.

1trueffelmasseNun ein Blech oder einen großen Teller mit Backpapier auslegen. Die Füllung aus dem Kühlschrank nehmen, mit einem Teelöffel einen Teil der Masse abnehmen und dann in den Händen zu Trüffel-großen Kugeln formen. Es empfiehlt sich die Hände mit sehr kaltem zu Wasser waschen, denn je wärmer, desto schneller wird die Füllung wieder warm und zerläuft. Im Zweifel einfach zwischendurch die Hande nochmal mit kaltem Wasser waschen. Wenn alle Pralinen geformt sind, erstmal zurück in den Kühlschrank stellen.

2trueffelgeformtNun nur noch die restliche Zartbitter-Schokolade im Wasserbad schmelzen. Wem das Temperieren zu aufwändig ist, der möge die folgenden kursiv gedruckten Zeilen einfach überspringen. 😉

Zum Temperieren 2/3 der Schokolade in einem ca. 55°C heißen Wasserbad schmelzen bis sie eine Temperatur von etwa 40-45°C hat. Dann vom Wasserbad nehmen und das restliche Drittel Schokolade hinzufügen. Die Restwärme genügt um diese zu Schmelzen. Die Temperatur sollte bis auf 28-30°C abkühlen – evtl. in einem Wasserbad weiter kühlen. Zuletzt die flüssige Schokolade erneut über einem nur noch etwa 35°C heißen Wasserbad auf 31-32°C erwärmen. Das geht extrem schnell, darum sollte kein heißeres Wasser verwendet werden. Hat die Schokolade die gewünschte Temperatur erreicht, sollte man sie möglichst schnell in die gewünschte End-Form bringen.

Warum überhaupt Schokolade temperieren? Durch das Erwärmen, Abkühlen und erneute Erwärmen der Schokolade bildet sich die richtige Kristallform der Kakaobutter heraus. Heißt ganz einfach: die Schokolade glänzt matt und bekommt keine grauen oder weißen Stellen, außerdem liegt ihr Schmelzpunkt über der Raum- und unter der Körpertemperatur – d.h. sie schmilzt da, wo sie schmelzen soll, nämlich im Mund!

Nun die Kugeln wieder aus dem Kühlschrank nehmen und schnell in der temperierten Zartbitter-Schokolade wälzen. Wer mag, kann mit einer Gabel auf den Pralinen kurz tupfen, damit die typische Trüffel-Optik entsteht. Ich fand die glatten Trüffel allerdings fast schöner.

3verzieren 4trueffel

Nun einfach abkühlen lassen und in Schächtelchen oder Klarsichttütchen verpacken und anderen eine Freude damit bereiten oder selbst vernaschen. Im Kühlschrank aufbewahrt halten sich die Trüffel etwa 2-3 Wochen, am besten also baldigst verzehren. Sollte aber kein Problem sein, so lecker wie die Teilchen sind.

6verpacktDer Kreativität bei diesem Rezept sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Wer mag ersetzt die Zartbitter-Schoki durch einen Teil weiße Schokolade, oder verwendet beim Verzieren zwei Sorten Schokolade für eine tolle Optik. Da das Unterfangen in diesem Fall wirklich ein leichtes war, werde ich in Zukunft wohl öfter mein Geld sparen und Pralinen selbst machen. Wo ich gerade so darüber nachdenke, da kommen mir doch direkt ein paar Ideen: z.B.  Eierlikör-Pistazien-Trüffel für Ostern oder Maracuja-Trüffel mit weißer Schokolade, Tonka-Trüffel (jaaa, ich habe noch Tonka-Bohnen im Küchenschrank, die dringend nach Verwendung schreien!) oder oder oder…

 

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