Asch-e Mast (Persische Joghurtsuppe)

Hallo ihr Lieben, heute gibt es mal etwas ganz ungewöhnliches: Persische Joghurtsuppe mit Kichererbsen, gelben Linsen und Langkornreis!

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Auf zahlreichen Blogs habe ich (anlässlich der WM) in den letzten Tagen interessante Gerichte aus aller Welt bewundern dürfen. Darum hab ich auch ein bisschen überlegt, aus welchem Land ich mal etwas kochen könnte. Es sollte irgendwie etwas ganz neues sein. Und dann fiel mein Blick auf den Iran. Zu iranischer bzw. persischer Küche fiel mir spontan gar nichts ein. Also kurz Google befragt und ein bisschen gestöbert, was dort so auf die Teller kommt. Und da war sie dann: die Joghurtsuppe. Da ich erstens schon lange keine Suppe mehr gemacht hatte, zweitens absolut perfektes Suppenwetter ist (wo ist denn bitte der Sommer abgeblieben?) und drittens sowohl Joghurt als auch Hülsenfrüchte liebend gern verspeise, war die Entscheidung schnell gefallen.

Das Rezept ist für 6 Personen geeignet. Beim Recherchieren und Lesen verschiedenster Variationen der Suppe im Internet waren die Mengenangaben immer so unglaublich hoch, dass ich mich ungefähr an der Hälfte orientiert habe. Trotzdem war es noch zu viel für meine Gäste und mich – ich konnte also noch gute 2-3 Portionen einfrieren. In vielen Fällen enthalten die Originalrezepte noch Hackfleisch-Bällchen – mir war aber nach vegetarisch. Außerdem habe ich dazu noch Fladenbrote gemacht, nach einem ganz einfachen Jamie Oliver Rezept. Die waren auch sehr lecker (Rezept weiter unten). Leider habe ich die nicht fotografiert, obwohl sie so schon aufgegangen sind. Aber da war der Hunger wohl einfach größer! 😉

Ash-e Mast

Zutaten (für 6 Personen)

  • 1 Fenchelknolle inkl. Grün
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • 1,5 Liter Gemüsebrühe
  • 200 g Langkornreis (ich habe Vollkorn-Basmatireis verwendet)
  • 200 g gelbe Tellerlinsen
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 750 g Naturjoghurt (1,5% Fett empfand ich als ausreichend)
  • 1 Ei
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 5-6 Stängel frische Minze
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 EL Maisstärke
  • 1 TL Meersalz
  • 1/2 TL frisch gemahlener Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1 kleines Stückchen Butter

Zubereitung

Die Suppe lässt sich relativ einfach zubereiten, braucht aber ihre Zeit (ca. 1 Stunde). Nebenbei kann man ruhig etwas anderes erledigen, nur ab und zu umrühren ist ratsam, damit sie nicht am Topfboden ansetzt.

Zunächst den Fenchel putzen, vom Grün befreien (dieses beiseite legen) und fein hobeln. Die Zwiebel schälen und ebenfalls fein hobeln. In einem großen Suppentopf eine ordentliche Portion Olivenöl erhitzen, dann Zwiebel und Fenchel bei mittlerer Hitze darin dünsten. Nach ca. 10 Minuten den Reis dazu geben und noch weitere 5 Minuten dünsten. Nun die Hitze reduzieren und die warme, aber nicht heiße Brühe angießen, damit die folgenden Zutaten nicht gerinnen. 1 verquirltes Ei einrühren. Dann langsam den Joghurt einrühren. Nun etwas Flüssigkeit aus dem Topf nehmen, mit der Maisstärke mischen und zurück in den Topf geben. Mit Meersalz und Pfeffer würzen.

Nun die Suppe langsam wieder zum Kochen bringen. Das kann etwa 10-15 Minuten dauern. Nun 30 Minuten köcheln lassen, dabei immer mal wieder umrühren. Nach 20 Minuten die gelben Linsen mit in den Topf geben, die brauchen ca. 10-15 Minuten, um weich zu werden. In der Zwischenzeit die Petersilie und das Fenchelgrün hacken. Die Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schneiden. Den Knoblauch fein und die Minze grob hacken. Am Ende der Kochzeit die Kichererbsen zur Suppe geben. Wenn diese dann heiß sind noch die Hälfte der Frühlingszwiebel-Röllchen, die Petersilie und das Fenchelgrün unter die Suppe rühren.

In einer kleinen Pfanne ein Stück Butter erhitzen. Die restlichen Frühlingszwiebeln und den Knoblauch darin anbraten. Dann die frische Minze dazu geben und mitbraten bis sie richtig knusprig ist.

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Nun die heiße Suppe servieren und mit dem Minztopping bestreuen. Dazu passt Fladenbrot ganz wunderbar. Ich habe das folgende super simple Rezept von Jamie Oliver dafür verwendet.

Fladenbrote

Zutaten (für ca. 12 Stück)

  • 500 g Mehl
  • 500 g Naturjoghurt (1,5% Fett)
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Sesamsaat

Zubereitung

Mehl, Salz, Backpulver und Sesam mischen und mit dem Joghurt zu einem homogenen Teig verkneten (oder von einer Küchenmaschine kneten lassen). Den Teig dann in 12 gleich große Teile portionieren. Jeweils zu einer Kugel formen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem dünnen kreisrunden Fladen ausrollen. Auf einen Teller mit Backpapier legen. Eine Schicht Backpapier oben drauf, dann den nächsten Fladen ausrollen usw. – so kleben sie nicht zusammen.

Die Fladen nun einfach in einer heißen (Grill-)Pfanne von beiden Seiten knusprig backen. Sie blähen sich super schön auf, ein bisschen wie indische Chapatis. Lohnt sich wirklich, die selbst zu machen! Werde ich sicher bald wiederholen, dann mache ich auch nochmal ein paar Fotos.

Vor kurzem habe ich passenderweise bei Cooking around the World über das Blog-Event “Wir kochen uns unsere WM” gelesen, sodass hiermit dann neben dem ersten persischen Kochversuch gleich noch eine zweite Premiere gefeiert werden darf – ich reiche meinen ersten Koch-Beitrag ein!

”Banner_WirKochenUnsUnsereWM_BlogEvent”

 Weitere spannende Rezept rund um die Welt findet ihr, wenn ihr auf den Banner klickt.

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3 thoughts on “Asch-e Mast (Persische Joghurtsuppe)

  1. Einen schönen Blog hast du hier und ich freue mich, dass du mit dieser Suppe bei meinem Event mitmachst. 🙂 Joghurt und Hülsenfrüchte mag ich auch sehr gern und so kann ich mir gut vorstellen, dass ich dein Rezept mal ausprobieren werde.
    Liebe Grüße, Becky

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