Bunte Quinoa-Schale mit Saison-Gemüse

SchaleDiese Vielfalt an saisonalem Gemüse momentan überfordert mich schier – wer soll sich denn da entscheiden?! Nach langem Grübeln landete beim samstäglichen Wochenmarkt-Besuch allerlei Leckeres im Einkaufsbeutel. Gut, dass dieses Gericht hier mit fast jeder Gemüse-Kombi funktioniert, auf die man gerade Lust hat. Erlaubt ist alles, was schmeckt und natürlich möglichst gerade Saison hat.

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Hier die Ausbeute vom Wochenmarkt. 🙂

Das Highlight dieses Gerichts (sowohl optisch als auch geschmacklich!) ist der schwarze Quinoa, der – in kleinerem Umfang als weißer Quinoa – seit etwa 6000 Jahren in den Anden angebaut wird. Im Gegensatz zu Bulgur, Couscous und Co., die alle aus geschrotetem Getreide (meist aus Weizen) hergestellt werden, kommt das senfkorngroße Quinoa-Korn genauso in der Natur vor (siehe hier). Es schmeckt getreidig nussig, hat eine ganz leichte Süße und knuspert nach dem Garen noch leicht. Zudem weist das Korn hohe Magnesium- und Eisengehalte auf, ist besonders proteinreich und enthält alle essenziellen Aminosäuren.

Den schwarzen Quinoa findet ihr im Bioladen oder im Reformhaus, wo euch für gewöhnlich auch Couscous, Linsen und Reis anlachen. Alternativ könnt ihr natürlich auch weißen Quinoa, roten Quinoa oder Amaranth verwenden. Falls ihr solche exotischen Körner gar nicht bekommt, versucht es doch mal mit Hirse, Buchweizen oder Grünkern…

Zutaten (für 3-4 Personen)

  • 200 g schwarzer Quinoa
  • 500 g gemischte grüne Bohnen und Wachsbohnen (die gelben)
  • 300 g Mangold
  • 1 mittelgroßer roter Rettich
  • 1-2 gelbe Zucchini
  • 500 g Tomaten (ich habe verschiedene Sorten verwendet)
  • 1 Avocado
  • 2 TL getrocknetes Chile de Arbol (eine Chilisorte, die ich mir immer aus Mexiko mitbringe – alternativ geht auch Cayennepfeffer)
  • Reichlich Olivenöl
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • Essbare Blüten (optional)

Zubereitung

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Tomaten und Zucchini waschen und in grobe Stückchen schneiden, besonders kleine Tomaten ruhig ganz lassen. In eine ofenfeste Form geben, und mit Chile de Arbol bestreuen. Frischen Pfeffer und Salz aus der Mühle darüber geben, alles mit Olivenöl beträufeln und für ca. 30-35 min im Ofen rösten.

tomatenzucchini

Anderthalb mal so viel Wasser wie Quinoa zum Kochen bringen. Quinoa in das kochende gesalzene Wasser geben und ca. 13-15 min bei mittlerer Hitze kochen lassen. Dann vom Herd nehmen und nochmal mind. 5 min ziehen lassen. Den Deckel dabei die ganze Zeit geschlossen lassen. Erst am Ende mit einer Gabel auflockern, so bleiben die Körner schön fluffig.

In der Zwischenzeit die grünen und gelben Bohnen waschen, Enden entfernen, halbieren und in gesalzenem Wasser mit geschlossenem Deckel bissfest garen (ca. 5-8 min). Dann mit kaltem Wasser abschrecken.

Den roten Rettich waschen und fein hobeln. Den Mangold ebenfalls waschen und gut trocknen. Rettich und Mangold mit etwas Olivenöl in einer Pfanne schwenken.

RoterRettich MangoldundRettich

Die Avocado schälen, vierteln und längs in Streifen schneiden.

Zum Servieren etwas Quinoa in eine tiefe Schale geben. Ofengemüse daneben anrichten und Quinoa mit einem Esslöffel des Suds begießen. Bohnen daneben in die Schale geben. Nun Mangold-Rettich-Gemüse mit in die Schale geben und mit einigen Avocado-Scheiben garnieren. Gegebenenfalls mit essbaren Blüten dekorieren.

Die wunderschönen essbaren Blüten, die ich übrigens beim Bio-Bauern zu den Böhnchen geschenkt bekam, entpuppten sich nach etwas Recherche als Ringelblumen (gelb) und Storchenschnabel (violett). Wohl informierte Pflanzenkenner mögen mich bitte korrigieren, falls ich da falsch liege. Für Blumen hatte ich noch nie ein besonderes Händchen – im Normalfall bin ich froh, wenn mir mein Basilikum nicht eingeht. 😉 Zum Glück hab ich ja die liebe Familie, insbesondere Tante und Onkel, die im elterlichen Garten liebevoll schalten und walten.

Quinoaschale_2

Ich finde dieses leckere Schälchen kann sich wirklich sehen lassen, schmeckt außergewöhnlich lecker und gibt zudem jede Menge Energie, da es mit einer geballten Portion Proteinen und Vitaminen auffährt. Wer es nicht so scharf mag, kann bei den Gewürzen natürlich variieren. Statt Chili könnt ihr ja z.B. mit Koriander und Kreuzkümmel würzen – oder vielleicht doch lieber frischer Thymian und Rosmarin? Oder ihr macht euch noch ein Sesamdressing aus Joghurt und Tahina dazu – tobt euch aus! Ich freu mich über eure Ideen und Anregungen.

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