Kreative Resteverwertung: Spekulatius-Brotaufstrich

Wer kennt es nicht: die Weihnachtszeit ist vorbei, aber im Regal stapeln sich mal wieder die Plätzchenreste. Man musste ja auch unbedingt gleich fünf Sorten backen und beim Einkaufen trotzdem noch die Dinge in den Korb legen, für die zu Hause beim Backen die Zeit dann doch nicht mehr gereicht hat. Bevor all die Plätzchen aber in euren Blechdosen vor sich hin vegetieren, bis sie im nächsten Jahr vor Weihnachten dann steinhart wieder zum Vorschein kommen, habe ich in diesem Jahr eine Idee für euch: selbstgemachter Brotaufstrich aus Plätzchenresten.

spekulatiuscreme5

Ich habe natürlich aufgrund meines kurzen Aufenthalts in der Heimat keine Reste, sondern frischen Spekulatius verwendet. Außerdem wollte ich gern ein paar Gläschen von dem Aufstrich verschenken. Aber das Prinzip bleibt ja das gleiche. Und es muss auch kein Spekulatius sein. Jegliche Arten von Butterplätzchen, Mürbchen, Kipferl etc. eigenen sich bestens, nur Plätzchen mit Baiser vielleicht nicht unbedingt. Glasuren, insbesondere aus Schokolade sollten absolut kein Problem darstellen – im Gegenteil, eine kleine Schokonote im Aufstrich macht sich bestimmt gut. Probiert es einfach aus.

Das wunderbare Rezept hatte ich bei Backbube entdeckt und sofort ganz oben auf meine To-Do-Liste für Weihnachten in der Heimat gesetzt.

Zutaten (für ca. 8 kleine Marmeladengläser á ca. 125 ml)

  • 500 g Gewürzspekulatius (den mag ich lieber als Butterspekulatius)
  • 30 g Honig
  • 1 TL Zimt
  • 2 TL Spekulatiusgewürz (oder ihr mischt selbst)
  • 1 Messerspitze Salz
  • 80 ml Sahne
  • 215 g weiche Butter, grob gewürfelt

Zubereitung

Das Herstellen des Aufstrichs ist wirklich kinderleicht. Zuerst zerbröselt ihr den Spekulatius grob. Dann gebt ihr ihn entweder in einen elektrischen Zerkleinerer und lasst den die Arbeit machen ;-), oder ihr gebt die Brösel in einen Gefrierbeutel und verschließt diesen gut. Dann solange mit einem schweren Nudelholz bearbeiten, bis alles ganz fein ist. Wer gern Stückchen im Brotaufstrich hat, kann einen kleinen Teil der groben Spekulatius-Brösel aufheben und nur ganz grob hacken. Diese dann am Ende mit untermischen. Ich für meinen Teil mag es cremig ohne Stückchen, demzufolge habe ich meinen Spekulatius ganz fein zerkleinert, bis er durch die enthaltene Butter anfing ein wenig zu kleben.

Im nächsten Schritt das “Spekulatius-Mehl” in eine Mixschüssel geben. Honig, Zimt, Spekulatiusgewürz, Salz und flüssige Sahne dazugeben und gut durchmixen. Nun die weichen Butterwürfel dazugeben und nochmals mixen, bis eine homogene Masse entstanden ist. In Gläser füllen – fertig! Am besten schmeckt der Aufstrich übrigens, wenn man ihn eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nimmt, außerdem ist er dann streichfähiger.

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Hält sich gut gekühlt mindestens zwei Wochen – wobei… zwei Wochen überlebt der Aufstrich bei mir sowieso nicht. Ich habe selbst meine Lieblings-Schoki-Creme sowie meinen geliebten Mandel-Tonka-Aufstrich über die Feiertage vollends verschmäht und mein Verlangen nach Süßem beim Frühstuck außschließlich mit der selbstgemachten Spekulatiuscreme gestillt!!!

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Im nächsten Jahr werde ich das ganze auf jeden Fall mal mit Lebkuchen ausprobieren, dazu werde ich das Rezept dann wohl nochmal ein bisschen anpassen. Ich berichte auf jeden Fall!

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