Vietnamesische Basis-Brühe (vegan)

Der Wetterbericht zeigt mir derzeit, dass es in der Heimat wohl gerade doch mal etwas winterlicher zugeht. Während ich in Nairobi bei heißen 28-32°C vor allem von eiskalten Smoothies (mein neuer Favorit ist Avocado-Banane-Papaya), sowie von frischen Salaten und schnellen Pfannengerichte lebe, möchte ich euch diese tolle Suppe hier trotzdem nicht vorenthalten! Habe sie in Deutschland zubereitet und für euch dokumentiert. 🙂

Inspiriert dazu hat mich mein Lieblings-Vietnamese in Berlin – das Saigon Green in der Kantstraße. Vielleicht nicht unbedingt, weil es jetzt der authentischste Vietnamese in Berlin ist (war auch noch nie in Vietnam, darf mir da also gar kein Urteil erlauben), aber weil die Basisbrühe dort einfach unfassbar gut schmeckt, Gemüse und Nudeln in der Pho stets noch Biss haben und man ganz leckere Saucen zum individuellen Verfeinern dazu serviert bekommt. Aber auch die kleinen Vorspeisen lassen sich wunderbar kombinieren und teilen und laden dazu ein, neues auszuprobieren. Nicht zu vergessen die leckeren alkoholfreien Getränke mit Hibiskusblüten, Minze, Basilikumsamen etc. − definitiv etwas, auf das ich mich riesig freue, wenn ich erstmal wieder in Berlin bin!

Traditionell werden die meisten vietnamesischen Brühen zwar mit Rinderknochen gekocht − ich wollte aber gern eine vegetarische Version ausprobieren. Bei Totally Veg fand ich dann eine leckere Variante, die ich etwas abgewandelt hier übernommen habe. Es sind ausschließlich Wasser, Gemüse und Gewürze enthalten. Selbst große Fleischliebhaber konnte ich von ihr schon überzeugen – also probiert es doch auch mal aus:

Zutaten für die Asia-Brühe (ergibt ca. 1,5 Liter)

  • 10 g getrocknete Shitake-Pilze
  • 10 g Ingwer
  • 2 mittelgroße Karotten
  • 1 Lauchstange
  • 1/2 Sellerieknolle
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 4-6 Knoblauchzehen
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Koriandersamen, im Mörser leicht zerstoßen
  • 1 TL Fenchelsamen (optional)
  • 1 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 2-3 Stück Sternanis
  • 1 Zimtstange
  • 1 Bund frischer Koriander (oder Petersilie, falls ihr keinen Koriander mögt)
  • 1,8 l kaltes Wasser

Zum Abschmecken der fertigen Brühe:

  • 1 1/2 TL Salz
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 1/2 TL Rohrohrzucker
  • Saft einer Limette

Zubereitung

Nichts leichter als das: die Shiitake-Pilze kurz unter fließendem Wasser spülen. Den Ingwer schälen und grob in Scheiden schneiden. Das Gemüse (Karotten, Lauch, Sellerie, Zwiebeln & Knoblauch) ggf. waschen, schälen und in grobe Stücke schneiden.

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In einem großen Suppentopf die Gewürze (zerstoßene Koriandersamen, Fenchelsamen, Kreuzkümmel, Sternanis & Zimtstange) kurz in Öl anbraten bis sie anfangen zu duften. Nun Ingwer und das vorbereitete Gemüse dazugeben und wenige Minuten mitrösten. Die Shiitake-Pilze dazugeben und das Wasser aufgießen. Einmal kurz aufkochen lassen und dann bei niedriger Hitze etwa 1 Stunde köcheln lassen.

Nun könnt ihr eure Brühe durch ein Sieb gießen, dabei das Gemüse gut ausdrücken. Wer sichergehen möchte, dass die Flüssigkeit ganz klar ist, der kann sie auch noch durch ein Tuch seihen. Sofern ihr die Brühe direkt weiterverwenden wollt, könnt ihr sie nun noch mit Zucker, Salz, Sojasauce und Limettensaft verfeinern. Ansonsten einfach in Gläser füllen und a) einwecken oder b) einfrieren (meine bevorzugte Variante – dazu die Gläser auf keinen Fall ganz voll gießen und vor dem Einfrieren natürlich erst abkühlen lassen). Falls ihr innerhalb der nächsten 2-3 Tage direkt Verwendung findet, tut’s natürlich auch der Kühlschrank.

Die Brühe lässt sich je nach Zutaten in eurem Haushalt ganz wunderbar variieren. Mögt ihr Thai-Basilikum? Dann rein damit. Gerade noch frisches Zitronengras im Haus? Passt auch wunderbar. Ihr verwendet statt Ingwer lieber Galgant? Kein Problem! Ihr wisst von vornherein, dass alle eure Mitesser gern scharf essen? Dann gebt doch zwei Chillischoten dazu. (Ich lasse da lieber jeden selbst entscheiden.)

Soooo, und was stellen wir nun an mit unserer Brühe?

  • Wan-Tan Suppe (hier auf dem Blog)
  • Vietnamesische Phở (demnächst hier auf dem Blog)

Bis dahin hier ein paar Inspirationen – hab auf anderen Blogs mal ein bisschen für euch gestöbert (falls andere Brühe-Arten in den Rezepten vorkommen, einfach durch die Asia-Brühe ersetzen):

– Fleischlos –

– Mit Fisch oder Fleisch –

Habt ihr vielleicht Rezepte, in denen ihr die Brühe gerne zum Einsatz kommen lassen würdet? Postet diese gern in den Kommentaren. Und nun viel Spaß beim Nachkochen!

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5 thoughts on “Vietnamesische Basis-Brühe (vegan)

  1. Hallo Caro,
    da werde ich mal ein bisschen stöbern. Nachdem ich bisher immer klassische Pho hatte, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass es auch ohne Fleisch geht, sind doch die Knochen und das stundenlange Kochen das A und O, wie mir mehrere Vietnamesen versicherten.
    Ich werde aber deine fleischlose Variante mal ausprobieren – und unbedingt auch mal wieder die klassische Variante machen (und es endlich mal zu Papier bzw. auf den Blog bringen). Bis dahin werde ich noch ein bisschen in den Links stöbern.
    Gruß Diana

    • Oh das freut mich 🙂 Ich denke die Shiitake Pilze tragen hier vor allem zum intensiven Geschmack bei. Selbst mein Papa, der eigentlich selten von vegetarisch/veganen Gerichten zu überzeugen ist, war richtig begeistern vom Geschmack der Brühe!

  2. Hi Caro,
    ich bevorzuge eine japanische Variante: Dashi

    80gr Bonitoflocken
    20gr Kombu Algen
    2 L Wasser

    Zubereitung wird bald auf meinem Blog vorgestellt.

    LG MeinKochen aka Detlef aus 10551 😉

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